Museum Forum Arenacum

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Wasserburg
Rindern

Letzte Änderung: 22.07.2013

Pressestimmen

Rindern ist römischen Ursprungs und möchte Vergangenheit in alter Lehrerwohnung sichtbar machen

Arenacum bekommt eigenes Museum


KLEVE-RINDERN (RP). Die Farben grün, gelb und rose, die unter den alten Tapeten und Anstrichen zutage kommen, wirken beinahe römisch. "Retro-römisch" sozusagen, denn das Streifenmuster stammt aus der Zeit um 1930, vermutet Heike Baumewerd-Schmidt.

Die Bonner Archäologin hat das Konzept für die geplante Sammlung "Arenacum" im künftigen Rinderner Heimat- museum entworfen und führte gestern gemeinsam mit Roland Verheyen, dem Vorsitzenden des Heimatvereins, durch das Haus Hohe Straße 116. Hier, in der ehemaligen Oberlehrerwohnung, die die Stadt Kleve den Rindernern gegen Übernahme der Unterhaltungskosten überlässt, wird eine ständige Ausstellung eingerichtet.

Schon lange vor unserer Zeitrechnung besiedelt und von den Römern ,Arenacum` genannt, möchte Rindern seine Vergangenheit sichtbar machen und das Haus (gleich neben der alten Schule) auch pädagogisch nutzen. Funde aus römischer, keltischer und fränkischer Zeit werden hier eine Heimat finden, zudem will der Verein im Obergeschoss an bedeutende Persönlichkeiten Rindern wie Johanna Sebus oder Maria Reymer erinnern.

Auf etwa 90 Quadratmetern, die bis zum Jahreswechsel von der Hausmeisterfamilie bewohnt wurden, sollen Gegenstände, die bisher in Vitrinen der Begegnungsstätte des Heimatvereins aufbewahrt wurden, angemessen untergebracht werden. Derzeit ist das Haus, das um 1890 gebaut wurde, eine Baustelle. Die Wände sollen in Farben, die an die römische Zeit erinnern, gestaltet werden, für den Fußboden im Erdgeschoss haben die Initiatoren helle Eiche aus dem Reichswald ausgesucht. In einer Ecke werden römische Ziegelplatten eine antike Fußbodenheizung andeuten, unter dem Teppichboden im Flur sind schöne alte schwarz-weiße Fliesen erhalten.

"Wir freuen uns besonders auf den Bronzeschatz, der in Düffelward gefunden wurde und als Dauerleihgabe in unser Museum kommen soll", berichtet die Archäologin, die seit 1995 mit den Rinderner Sammlern arbeitet. Nicht Xanten und nicht Nimwegen (wo die bronzenen Schüsseln und Kannen durch Vermittlung Drs. Guido de Werds gerade restauriert werden), sondern Rindern "bekommt" die kostbaren Gegenstände.

"Die Dezentralisierung der Museenlandschaft ist ausdrücklich erwünscht; wir arbeiten an einem Band von Ausstellungsorten, das sich entlang der Via Romana von Keeken über Rindern nach Millingen erstreckt", berichtet die Fachfrau. Lange Zeit wurden die Klever Funde im Rheinischen Landesmuseum Bonn aufbewahrt; die Rückkehr einiger Stücke ins Fundgebiet der Düffel soll den Menschen ihre Vergangenheit wieder näher bringen. "Geplant ist außerdem eine enge Kooperation mit der Grundschule, die hier workshops durchführen kann", sagt Verheyen. Denkbar seien Arbeiten mit Lehm, Nachformen von Keramik oder Modellbau.

Von Anja Settnik

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Rindern hat ein eigenes Museum!

Auf über 120 m² zeigen wir Ihnen keltische, römische und fränkische Funde aus Rindern und seiner Umgebung. Darunter die Bronzefunde aus Düffelward, keltische Münzen des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, Geldstücke der römischen Kaiserzeit, feine Terra Sigillata, römisches Gebrauchsgeschirr, Schiffsfunde aus dem Spyck sowie fränkische Grabfunde und Vieles mehr!
 

Öffnungszeiten:
sonntags 14.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Kleve-Rindern, Hohe Str. 116
Im Dorfzentrum, an der Johanna-Sebus-Grundschule
Telefon: 02821/3370 oder 02821/18315

Email:
info(a)forum-arenacum.de

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