Museum Forum Arenacum

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Letzte Änderung: 22.07.2013

Pressestimmen

Moderne Kunst findet Raum neben Römern

07. Januar.2005 / NRZ-Lokalausgabe Kleve

Kleines Team baut in Rindern Ausstellungshaus aus: "op de Dääl".

RINDERN. Heute sind von 11 bis 13 Uhr Stunden der Offenen Tür. Zu sehen sind 25 Quadratmeter, aber sie sind bedeutungsvoll. In Kleve-Rindern baut der rührige Museumsausschuss einen dritten Raum zum kleinen Museum an der Grundschule um. Der Schweinestall des Lehrers war er früher, als Schulmeister sich noch Geld nebenher verdienen mussten. Die kleine Tür zum Freilauf bleibt erkennbar, auch wenn die fünf Männer des Museumsausschusses das Mauerwerk frisch verputzen werden. Der bröckelnde Putz ist schon heruntergeholt. Momentan misst Harald Brüker, ehrenamtlicher Bauleiter, nach, wo fehlende Balken ersetzt werden. Der Raum ist zwar klein, aber mit seinen fünf Metern ganz schön hoch. Die Balken bleiben bestehen, im Dachgebälk wurde morsches Holz abgeschält, mit biologischem Holzschutzmittel behandelt.

Der Boden wurde 70 Zentimeter tief ausgehoben, isoliert, Wände mit Dichtung gestrichen. Belegt wird der Boden mit durchschnittenen Feldbrandsteinen, um den Charakter der Stallung zu behalten. Entsprechend wird der Ausstellungsraum auch heißen: "Kunst op de Dääl".

Kunst wird hier nicht die Fortführung des Römisch-Fränkischen "Museums Forum Arenacum" Rindern sein, das mit Bronze-, Münz- und Geschirrfundstücken die vorderen Räume bestückt. Es soll zeitgenössische Kunst untergebracht werden. Sicher auch mal von Walter Verheyen, der hier selbst Hand anlegt. Aber auch viele andere regionale Künster haben schon angefragt. Sie würden für Schulkinder und andere interessierte Kindergruppen Workshops anbieten. Überlegt Heimatvereinsvorsitzender Roland Verheyen.

Er und seine Mitstreiter schafften es, Grund- und Hauptschüler für die Römischen Ausstellungsstücke zu gewinnen. Museum langweilig? Nicht, wenn extra ein Museumsspiel entwickelt wurde, das mit Entdeckerfreude zu tun hat. "Wir haben auch mit Kindern Drucke gemacht, Ziegel geformt, römische Wandmalerei erstellt", zählt er auf.

Wer die neue Maßnahme zahlt? "Unsere Frauen. Durch Freizeitentzug", lächelt Brüker. Insgesamt sind sie gerade bei 350 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Ansonsten fließen 30 000 Euro von NRW-Stiftung, Landschaftsverband und der Euregio sowie Material von heimischen Bauunternehmen.

ASTRID HOYER-HOLDERBERG

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Auf über 120 m² zeigen wir Ihnen keltische, römische und fränkische Funde aus Rindern und seiner Umgebung. Darunter die Bronzefunde aus Düffelward, keltische Münzen des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, Geldstücke der römischen Kaiserzeit, feine Terra Sigillata, römisches Gebrauchsgeschirr, Schiffsfunde aus dem Spyck sowie fränkische Grabfunde und Vieles mehr!
 

Öffnungszeiten:
sonntags 14.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Kleve-Rindern, Hohe Str. 116
Im Dorfzentrum, an der Johanna-Sebus-Grundschule
Telefon: 02821/3370 oder 02821/18315

Email:
info(a)forum-arenacum.de

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