Flug über Rindern

Jetzt entdecken wir eine Landschaft, durch die der Rheinstrom jahrtausendelang floss und diese Region gestaltete. Um den Strom zu bändigen, ihn in ein festes Bett zu zwingen, wurden Deiche gebaut, um den Menschen Schutz zu bieten vor den Gewalten des Flusses.

Die sog. Kolke oder Woyen gehören zu den Besonderheiten der niederrheini- schen Landschaft. Da die bei Hochwasser oft unzureichenden Deiche an vielen Stellen brachen, entstanden diese Kolke durch Unterminierung und Ausstrudelung. Man hat den Deich nachher einfach an dem neu entstandenen Kolk vorbei verlegt. Die unter Naturschutz stehenden Flächen besitzen eine reichhaltige Flora und Fauna und sind Winter- quatier zigtausender sibirischer Grau- und Saatgänse.

Über den neuen Tiergarten mit dem Prinz-Moritz-Kanal und dem Amphitheater, die bedeutendste gartenkünstlerische Schöpfung mit Parks, Alleen und Schneisen des Fürsten Johann Moritz von Nassau aus dem 17. Jahrhundert schweben Sie nach Rindern. Diese klevischen Gartenanlagen von europäischer Bedeutung waren u.a. Vorbild bei der Neugestaltung des Berliner Lustgartens. Mit dem Kanal der Hauptachse des Amphitheaters verbun den war die Wasserburg, einem im 17. Jahrhundert errichteten Landhaus, heute Sitz einer Heimvolkshochschule.

Am Ausgang des Drususdeiches stoßen wir auf Gut Hogefeld, bereits im 16. Jahrhundert erwähnt, weit über die Grenzen bekannt geworden durch die Bauerstochter Maria Reymer, die hier 1825 den ersten Käse nach Holländerart hergestellt hat. Ein Denkmal auf dem Hof erinnert an die Pioniertat, die der Landwirtschaft Wohlstand brachte, nachdem überall Hofkäsereien entstanden und damit eine neue Erwerbsquelle für die Bauern gegeben war.

Die Wasserburg wurde 1654 als Landhaus im niederländischen Barockstil errichtet und 1666 an den Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm veräußert. In der nachfolgenden Zeit erlebte die Wasserburg mehrere Umbauten, bis sie schließlich im 2. Weltkrieg in Teilen zerstört wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie durch das Bistum Münster erworben und wieder aufgebaut. Die Wasserburg ist heute Sitz einer Heimvolkshochschule.

Auf 100 m² zeigen wir Ihnen keltische, römische und fränkische Funde aus Rindern und seiner Umgebung. Darunter die Bronzefunde aus Düffelward, keltische Münzen des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, Geldstücke der römischen Kaiserzeit, feine Terra Sigillata, römisches Gebrauchsgeschirr, Schiffsfunde aus dem Spyck sowie fränkische Grabfunde und Vieles mehr!

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Museum Forum Arenacum

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Wasserburg
Rindern

Letzte Änderung: 22.07.2013

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Rindern hat ein eigenes Museum!

Auf über 120 m² zeigen wir Ihnen keltische, römische und fränkische Funde aus Rindern und seiner Umgebung. Darunter die Bronzefunde aus Düffelward, keltische Münzen des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, Geldstücke der römischen Kaiserzeit, feine Terra Sigillata, römisches Gebrauchsgeschirr, Schiffsfunde aus dem Spyck sowie fränkische Grabfunde und Vieles mehr!
 

Öffnungszeiten:
sonntags 14.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Kleve-Rindern, Hohe Str. 116
Im Dorfzentrum, an der Johanna-Sebus-Grundschule
Telefon: 02821/3370 oder 02821/18315

Email:
info(a)forum-arenacum.de

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